Musikanten melden sich eindrücklich zurück

Am vergangenen Wochenende fanden die beiden Konzerte der Musikgesellschaft Wauwil statt. Dem Konzertmotto «Wir sind zurück» wurden die Musizierenden vollauf gerecht.

Eröffnet wurde das Konzert am Samstag 13.11.2021von der Jugend Brass Band Hürntal unter der Leitung von Markus Huwyler. Am Sonntag 14.11.2021 erfreute ein Quartett der Musikschule unter der Leitung von Daniel Bättig vor dem Saaleingang die eintreffenden Gäste. Auf der Bühne spielte das regionale Bläserensemble der Musikschule Sursee und Wiggertal-Hürntal, dirigiert von Emerita Blum. Die Jugendlichen spielten sich in die Herzen der Konzertbesucherinnen und -besucher und ernteten verdienten Applaus.

Zeitlos schön
Mit dem weltbekannten Marsch «The Washington Post» von John Philip Sousa wurde das Konzert schwungvoll eröffnet. Schon nach den ersten Takten war dem Publikum klar, dass es sich auf ein qualitativ
hochstehendes Konzert freuen durfte. Von Jacob de Haan komponiert, erklang «Concerto d’Amore». Verschiedene Rhythmen und der präzis erfolgte Wechsel der Register zeichneten das Spiel aus. Schlicht grandios war der Auftritt von Solist Herbert Bucher im Werk «Grandfathers’s Clock» von George Doughty. Problemlos meisterte er die schnellen Läufe von den tiefen zu den höheren Tönen. Das Publikum forderte eine Zugabe.

Moderatorin Melanie Bühler kündigte die Tambouren mit der Feststellung an, dass es eine Seltenheit sei, eine eigene Tambourengruppe im Verein zu haben. Florian Blum leitet das Quartett. Absolut präzise wurde der «Wirbelmarsch» von Alex Haefeli vorgetragen, wofür sie kräftigen Applaus
erhielten.

Von «Gladiator» bis «Birewegge-Polka»
Wuchtige Töne klangen in den Saal, als Alain Nilly den Taktstock für «Gladiator» von Hans Zimmer und Lisa Gerrard erhob. Im von Frank Bernaerts arrangierten Werk war nebst dem Korps das Perkussionsensemble besonders gefordert. Speziell wurde «Chicken Run» dargeboten. John Powell und Harry Gregson Williams sind die Komponisten. Arrangeurin Sandy Smith hatte lustige Einfälle. In «Bubbles» von Derek Broadbent traten Barbara Huwyler und Mirjam Huwyler als Solistinnen auf und spielten den zweistimmigen Part wunderbar. Die Begleitung durch die Musikgesellschaft war subtil und präzis. Eine Zugabe wurde gerne gewährt. Mit «Io senza te» von Peter Reber (arr. Mario Bürki) erklang ein dem Publikum bekannter Ohrwurm. Für einen weiteren Höhepunkt waren eine Posaunistin und drei Posaunisten verantwortlich. In «Seventy Six Trombones» von Meredith Willson (arr. W. J. Detroit) zeigten sie im Wechselspiel mit der MG ihr grosses Können. Zum Schluss rockte das Korps die Bühne mit dem «Flowerfield Rock» von Mario Bürki. Erneut wechselten die Register gekonnt die Melodieführung. Das Konzert gefiel so gut, dass das Publikum zwei Zugaben forderte. Mit «Happy» und der «Birewegge-Polka» wurde das Publikum erfreut. Der eine und die andere verliessen den liebevoll dekorierten Saal bestimmt mit einem «Bire-, Birewegge, Chäs ond Brot» im Ohr und hoch erfreut über die vielen perfekt und rassig gespielten Melodien.

Worte des Dankes
In ihrer markanten Ansprache zeigte Präsidentin ad interim Nicole Peter auf, was im Vereinsleben wegen der Covid-Pandemie möglich, vor allem aber unmöglich war. Sie gratulierte den neu ernannten Veteranen. Einen sehr grossen Dank widmete sie dem langjährigen Präsidenten André Vogel, ebenso dem Dirigenten Alain Nilly und der Moderatorin Melanie Bühler. Diese führte kompetent und mit Humor durch das abwechslungsreiche Programm. Weitere Dankesworte gingen an alle, die zum guten Gelingen des Jahreskonzerts beigetragen haben, so auch den Gönnerinnen und Gönnern. Die sehr aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer verdankten die sympathischen Worte mit viel Applaus. Nicole Peter, eigentlich Aktuarin, nahm danach wieder Platz im Kreise der altersmässig gut durchmischten MG Wauwil.

Markus Husner, Willisauer Bote


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